Samstag, Juni 28, 2008

Semesterende

Sagte ich irgendwann nicht mal was von wegen, im Semester hätte ich mehr Zeit? Pustekuchen. Ich gebe mir Mühe und komm trotzdem nicht voran. Ich muss ja zugeben, ich fühle mich schon ein wenig (positiv?) freakig, an einem Samstagmorgen um viertel vor zehn vor der Bibliothek zu stehen und zu warten, dass diese aufmacht. Das Schlimme ist nur diese Müdigkeit, die seit Wochen die Beine heraufkriecht, meine letzte Höchstleistung kam im Theater zutage. Ich hoffe, in Australien kann ich trotz Studium mal ein wenig runterkommen. Die letzten wirklichen freien, aneinander hängenden Tage an denen ich wirklich nur mal NIX getan habe und mich entspannt habe, waren letztes Jahr im September, glaube ich. Das ist ganz schön krass. Bachelor nennt sich das wohl. Ich habe Rücken, Kreislauf und Hausarbeit. Haha.

Mein Hass auf Tauben ist ja dem werten Leser vertraut. Die können  ganz schön laut und störend sein.
Trotzdem fand ich das dann gestern Abend doch ganz niedlich; am Fensterrahmen direkt neben meinem Bibliotheksarbeitsplatz:

Samstag, Juni 21, 2008

Swing low....

... sweet chariot...
Das war es also !? Tagelanges, wochenlanges, monatelanges Proben. Und mit jedem rehearsal wurde man besser. Eine Woche lang performances, eine Woche lang (quasi) keine Uni sondern eine besondere Art Urlaub im Theater. Last curtain-call, und das wars. Ich musste nochmal zurück, mir alles anschauen, das Gefühl zu realisieren: das war das Stück.
Departures and Arrivals.
Ich meine: okay, in drei Wochen (!!!) bin ich in Brisbane, Australia, für ein halbes Jahr. Aber dieses Theaterstück, das wird einzigartig bleiben. Es ist gleich sieben Uhr morgens, wir waren unterwegs, die Sonne geht auf, die Vögel machen Krach. Morgen kann ich ausschlafen, es ist Wochenende ohne Probe. Ohne Aufführung. Und ich glaube fast alle werden dieses 'etwas' vermissen. In einer gewissen Weise ins schwarze Loch fallen. Ein seltsames Gefühl, betrunken maybe, aber that's the truth. Bleibt die cast-party am 4.7., und ich denke, ich werde diese jeglichen Konzerten vorziehen. Gemeinsames Abschieds-Bier-Trinken muss dann eben vorher stattfinden.

Enjoy yourselves. These are the 'good old days' you're going to miss in the years ahead!

Freitag, April 04, 2008

Spießer vs Anne (oder ich gegen Ich)

Tada, und ich werde es nicht in der Frist schaffen. Eine Seminararbeit fehlt noch, bis auf zwei Tage an denen ich krank war habe ich jeden Tag an der Uni verbracht. Seit Wochen und Monaten schon, und Montag geht das neue Semester los. Immerhin habe ich die Seminare belegen können die ich haben wollte. Kleiner Lichtblick zwischen Antriebs- und Rastlosigkeit. Und ja, die beiden Zustände lassen sich durchaus in einem vereinbaren, hätte ich auch nicht gedacht.
Gute Musik weht um meine Ohren, gute Menschen halten sich um mich auf und ich schwanke zwischen Scheißefinden, befindlichkeitsfixiertem Mist und Rumhüpfen. Manchmal ist mein Kopf zu klein um alle Dinge aufzunehmen und umzusetzen, glaube ich. Um den doofen Dingen von Beginn an frech den Mittelfinger entgegenzustrecken oder die guten Sachen von Beginn an zu genießen. Aber ich übe. Nicht nur das, auch meinen Text fürs Theater. Und ich übe mein vorzeitiges Verspießern zu verhindern. Gute große Party mit tollen Menschen, und plötzlich ist es hell und die Vögel machen Krach und es ist halb elf am Sonntagmorgen, bis ich endlich, immernoch betrunken, im Bett liege.
Haha, eins zu null für mich! Wobei, meine Unlust heute abend wegzugehen macht schon wieder ein Unentschieden daraus.
Das holen gewissen Dummheiten von Ostern aber auch schon wieder raus, kleinmädchenhaftes Erröten und Sichfreuen und alles kichernd auf den Alkohol schieben. Zwei zu Eins! Ha!
Das solange anhält, bis es zur Unterhaltung kommt, zur interessanten Unterhaltung, das Gefühl der Trunkenheit rapide verschwindet und man plötzlich auf Mitte bis Ende zwanzig geschätzt wird. Großes Kino. Okay. 2:2. Die Partie ist noch lange nicht zu Ende gespielt. Und außerdem wollte Mann mich bestimmt ärgern damit.
Tja was soll ich sonst hier schreiben? Oft fallen mir lustige Dinge ein, die ich in meinem arg vernachlässigtem Blog aufgreifen will, aber bis ich das tun könnte habe ich wieder alles vergessen. Und nein nein nein, schiebt das nun nicht auf mein Alter! Wirklich nicht!
Ansonsten stelle ich einen Sonderantrag auf gutes Frühlingswetter in Bremen, das haben alle verdient. Auch die gutmütige Oma, die mich abends auf dem Unirückweg in der Bahn über das Wetter zuquasselte obwohl ich nur noch ein Feierabendglaswein herbeisehnte. Soweit der Einblick hier. Hat sich irgendwie nicht viel getan, huh? Schnell weggeklickt und cheerio!

Dienstag, Februar 26, 2008

Urlaub? Was ist das?

Und wieder gibt es nichts Neues. Sehr ähnlich sogar dem letzten Februar gegenüber. Ich komme aus einer recht anstrengenden Uni-/Klausurenphase nahtlos ins Praktikum über. Dort meine Stunden verbracht, geht es ebenso nahtlos weiter bis abends in die Bibliothek um mir 2 Hausarbeiten aus dem Ärmel zu zaubern. Nicht zu vergessen den Praktikumsbericht inklusive Forschungsfrage (und Antwort!) und die letzten anstehenden Auslandsbewerbungssachen. Bürokratie, Schreibkram, Arbeit. Wundert mich nicht, dass der Ausgleich in umso heftigerer Feierei an den Wochenenden ausartet. Ich müsste mal dringen wieder meine Fenster putzen, Wäschewaschen wäre auch mal keine schlechte Idee. Ich bräuchte entweder einen persönlichen Zeitmanager, der dem Tag ein paar Stunden mehr hinzufügt oder Bedienstete für den Alltag und Ghostwriter für die Uni. Klingt alles nicht so super, deswegen nun Augen zu und durch. Wäre doch gelacht wenn ich das nicht in der Frist auf die Reihe kriege. Und - sobald die Semesterferien vorbei sind habe ich vielleicht auch mal wieder mehr Zeit für den einen oder anderen Eintrag hier.

Samstag, Januar 12, 2008

aufwärts

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.
Nach wenigen Tagen Nichtstun hat mich der Unialltag auch schon wieder fest im Griff, von morgens bis abends permanent arbeitend in der Uni und der Bibliothek, ab und an durch eine Kaffeepause oder ständig durch eine Vorlesung oder nen Seminar unterbrochen. Der Gedanke, dass dieser Zustand noch die nächsten kommenden Wochen, gar Monate anhalten wird, macht mir ein wenig Angst. Aber es hat ja niemand behauptet, dass es einfach werden würde, von daher möchte ich mich auch gar nicht beschweren.
Abgesehen davon macht mir mein Studium ja auch irgendwie Spaß, vom Stress abgesehen. Es ist seltsam, wie ein Ruck oder ein Flattern im ganzen Körper, wenn man Dinge hört und sich plötzlich das Netz darüber spannt. Über Dinge, die man vorher wusste, und plötzlich sich der Nebel lichtet, wenn auch nur für einen kurzen Moment, und man in der Lage ist das Weitreichen dieser Wissenschaften erahnen zu können. Wie sich alles verbindet, wie es ein schlüssiges, großes Ganzes darstellt. Das ist beeindruckend und einschüchternd zugleich, so viele Dinge, die ich noch lesen, lernen und verstehen will.
Aber um den Eindruck zu schmälern, ich wäre über den Jahreswechsel zur pflichtbewussten Studentin geworden für die nur Wissen sexy ist - gefeiert wird natürlich auch, nach wie vor.
Filmtipp am Ende: Control. Reingehen und umhauen lassen. Nur sollte man danach nicht mehr feiern gehen wollen.

Sonntag, Dezember 30, 2007

Ruten Gutsch!

Bevor ich es noch vergesse... Weihnachtsfeiertage gut überstanden, schöne Stunden mit meiner Familie und den wichtigen Menschen verbracht, vor allem mit dem einen Wichtigen. Die Anzeichen leichter bis mittelschwerer Überfressung lassen auch wieder nach, was sich in der Form aufkommenden Hungers zeigt.
Heute aufgeräumt und morgen geht's mit Schwung und Karacho und krachbumpengroggnroll in ein neues Jahr. Und auch wenn ich dem Ganzen noch skeptisch entgegenblicke, vor allem was die Planung und Finanzierung des Obligatorischem angeht - Brighton, ich komme! Oder eine andere Stadt, die ich für mein Auslandssemester dann zeitweise "zuhause" nennen werde.
Jetzt aber erstmal: gute Vorsätze zum Nichterfüllen ausdenken.

Sonntag, Dezember 02, 2007

Schon wieder?

Ja, schon wieder. Dezember, der letzte Monat dieses Jahres. Wie schnell das schon wieder ging! Das Jahr ging in einer Achterbahn auf und ab, nie langweilig aber doch gut. Vorhin Coffee & Cigarettes auf dem Balkon gehabt und alle Kirchen dieser Stadt versuchten sich gegenseitig mit ihrem Glockengeläut zu übertrumpfen. Ich darf das zweite Päckchen vom Adventskalender schneiden, den mir meine Mama gebastelt hat und ich freue mich wie früher darauf, was ich wohl kriegen werde. Und nun fix die Haare geföhnt, gleich geht es mit den guten Menschen ans Meer. Ein Wintermeerchen. Oder so.
Und nein, ich habe meinen Blog nicht vergessen. Aber mir fehlt irgendwie der Antrieb, mein Leben zwischen Uni und Unternehmungen in Worte zu fassen, nehmt es mir nicht übel. Die Wichtigen unter euch wissen ja trotzdem, was im Detail abläuft :)